29.12.2007

Lektürenotiz: Hausstand

Kollegs und Kollegas, ich bin jetzt auch wieder anwesender. Ach! diese Familie, wie ich doch gerne hier bin, aber zum Arbeiten ist es nicht gut: der Hausstand ist sehr belebt. Nun habe ich mich ins kleine Zimmer gedrängt und beginne erstmal mit einer kleinen Lektürenotiz. Es wird folgen: Ein Bericht über meine Erinnerungen an das letzte Treffen. (Ich hoffe, dass ihr noch ein bisschen anfügen könnt, was ihr für wichtig erinnert). Außerdem folgt Kommentar für die von mir frohlockend gelesenen letzten Einträge und mehr zur Vorstellung einer Vorstellung vor der Vorstellung.


Kleine Notiz zum Wort Hausstand

»Ich bin aber sicher, daß das alles besser wird, wenn unser Hausstand sich belebt.« (erster langer Brief a. d. Mutter)

  1. Der Hausstand meint irgendwie den Haushalt, also auch die Besorgungen etc. Aber es meint auch irgendwie das installierte eheliche Zuhause, wenn ich es richtig verstehe. Das, was die Braut mitbringt, in Kombination mit dem, was der Mann schon dagehabt hat und dem, was man gemeinsam anschafft, um zusammen zu wohnen: also die Ehe zu vollziehen und mit der Wohn-Statt das Materielle in die Ehe ›einzuschreiben‹. Das wird installiert. Und dann muss es sich beleben: weil die Ehe anfängt ›zu sein‹, also zu leben.

  2. »Der Hausstand« repräsentiert (steht symbolisch für) die Festigkeiten des Tradierten. Eine Festigkeit, die sich im Zeugs vergegenständlicht, mit dem man sich einrichtet. Man fügt es in sein Wohn-Ich ein.

  3. Die preußische Heirat ist Resultat und Fundament der Tradition, und man installiert diese Tradition, indem man sich mit ihr buchstäblich einrichtet. – Um dann zu hoffen, dass es sich belebt.

  4. Dass es sich beleben müsste (und dann würde alles besser), ist mehr als ein Wunsch. Es ist fast eine natürliche Erwartung. Das ist (soll sein) Effis Natur. Besonders ist eben, dass Effi mit der gleichen Blauäugigkeit (Natürlichkeit?) eine Belebung wünscht, mit der sie auch im Rhabarber herumsprang, in die Ehe ging usw. (Diese Ambivalenz ist auch mit der Infantil/Erwachsen-Dichotomie gemeint.)

  5. Allerdings: warum sollte sie sich nicht (wie es sich eben gehört) den Hausstand ›hinstellen‹ und dann (er)warten, dass er sich von selbst belebt? Da er (und alles was er symbolisiert) es aber nicht tut, wird eben sie sich bewegen. Da es eine echte, natürliche Bewegung sein soll, ist es eine Davon-Bewegung: weg vom Hausstand.


28.12.2007

Vorstellung

Ich hole Davids Vorschlag, wir könnten uns am 3. Januar vorstellen, aus der Kommentarversenkung.
Und zwar gebe ich offen zu, dass ich nicht weiss, was ich an mir vorstellen soll. Ich? Ist das meine Vergangenheit? Vor so etwas habe ich Angst. Schon die Sache mit dem Namen googlen macht mich fertig, potenziell jedenfalls. Das auch als Antwort auf Maltes Hinweis auf den Zeit Artikel, den ich genau 15 Minuten vorher auch gelesen hatte.
Ich suche also nach einem Verhältnis von mir zu Effi, irgendwas, das ich, das wir, in Zusammenhang bringen können. Damit man etwas zum vorstellen hat.
Gibt es da Vorschläge?
Im Übrigen finde ich die Blog Angelegenheit ganz lustig. Wie email nur schöner geordnet.

27.12.2007

test

liebe kollegen!
dies mein erstes blog-posting:
so post I it!

lektüre effi heut erstanden. erstes extrakt:
warum ist thomas mann der meinung:

"Eine Romanbibliothek der rigorosesten Asuwahl, und beschränkte man sie
auf zehn, auf sechs - sie dürfte 'Effi Briest' nicht vermissen lassen."

this is to be found out!

briefgruss euch!
maren

26.12.2007

Zeit-Artikel: Bloggen

In der aktuellen Zeit gibt es ein Interview zum Thema bloggen, und es hat mir Spaß gemacht es zu lesen:
http://images.zeit.de/text/2007/52/Interview-Geert-Lovink